Schneider-Kreuznach setzt auf weiteren Umbruch im Kameramarkt

Bad Kreuznach, 04.06.2014

Während der Markt für spiegellose Systemkameras wächst, verdrängen Smartphones die einfachen Kompaktkameras. Bei professionellen Verwendern gewinnt dagegen das Filmen mit Spiegelreflexkameras zunehmend an Bedeutung.


Schneider-Kreuznach hat sich auf diese starken Veränderungen eingestellt und will in Zukunft vor allem die Wachstumssegmente bedienen. Hierfür hat das Unternehmen umfassende Umstrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, die insbesondere die Standorte Göttingen und Dresden betreffen. Im vergangenen Jahr haben die Jos. Schneider Optische Werke GmbH aus Bad Kreuznach und ihre Tochtergesellschaften einen Gesamtumsatz in Höhe von 71,8 Millionen Euro erzielt. Das entspricht einem Rückgang von rund 7,9 % gegenüber dem Vorjahr, verursacht vor allem durch die negative Marktentwicklung bei Kompaktkameras. Der Stammsitz Bad Kreuznach hat 44,3 Millionen Euro zum Gruppenumsatz beigetragen und insbesondere auch für ein positives Ergebnis am Standort gesorgt. „Wir sind noch mittendrin in der Umbruch- und Umbauphase und sehen an der Nachfrage nach unseren Video-Vollformatobjektiven für DSLR-Kameras, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben“, sagt Dr. Josef Staub, Geschäftsführer der Schneider-Gruppe.

Das Unternehmen will sich künftig noch stärker auf hochqualitative Aufnahmeobjektive konzentrieren. Die Reihe der Video-Vollformatobjektive, „Xenon FF-Prime“, wird bis Herbst auf sieben Objektive erweitert. Damit bietet Schneider-Kreuznach ein vollständiges Set für Fotografen und Filmer, die anspruchsvolle Fotokameras einsetzen. Die MPTV-Objektive decken darüber hinaus den Bereich hochwertiger Film- und Kinoproduktion ab. Verstärkt wird das Geschäftsfeld Augenoptik; auch hier positioniert sich Schneider-Kreuznach mit hochwertigen Gläsern, in diesem Fall für Brillenträger. Im Industriebereich ist der Optikspezialist traditionell stark mit Spezialobjektiven und Filtern für Inspektion, Messtechnik, Medizintechnik und Sicherheitssysteme vertreten. Ein neues Feld ist der Einsatz optischer Systeme in der Automobilindustrie, beispielsweise für autonomes Fahren, von dem sich das Unternehmen künftig starke Impulse verspricht.


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