
Abb. 1:
Variogon 1,8 / 8 - 48 mm
für Normal-8-Schmalfilm
mit Reflexsucher |
Die Geschichte des
Variogon Zoom-Objektivs ist eng verbunden mit der Schmalfim-Ära. Eine
einwandfreie Schärfenzeichnung bei der Brennweitenvariation bis in die
Bildecken war u.a. eine Grundvoraussetzung des Erfolgs.
Die ersten Objektive mit veränderbarer
Brennweite für Schmalfilmkameras gehen bereits auf das Jahr 1937 zurück;
sie fanden an einer 16-mm-Siemens-Kamera Verwendung. Eine Verbreitung jedoch
wurde erst in den fünfziger Jahren möglich durch den Einsatz elektronischer Rechenanlagen. Parallel
damit liefen technische Fortschritte in der Entspiegelung optischer Linsen.
Durch die verhältnismäßig große Anzahl an Linsen mußte auf eine
besonders intensive Lichtdurchlässigkeit Wert gelegt werden.
Schon zur Zeit des Normal-8-Formates (
3,6 x 4,9 mm2 ) bedienten sich deshalb nahezu alle Hersteller von
Schmalfilmkameras in Europa des Schneider-Variogons.
Die ersten Typen jener Zeit:
Variogon 2,8 / 10-40 mm,
Variogon 1,8 / 9-30 mm,
Variogon 1,8 / 7,5-37,5 mm,
Variogon 1,8 / 8-48 mm.
Mit der Markteinführung des Super-8-Formats
ergab sich ein gößeres Bildformat ( 4,22 x 5,69 mm2 ) und damit auch eine
um etwa 40% größere Bildfläche, die in allen Teilen und auch bei voller
Öffnung scharf ausgezeichnet werden mußte. |